15_11 Voranschlag 2012 der reformieren Kirche BL
Der Kirchenrat der reformierten Baselbieter Kirche hat die Voranschläge 2012 zu Handen der Synode verabschiedet. Das Budget der Rechnung 1 (Verwaltungsrechnung) und der Rechnung 3 (Kirchensteuern der juristischen Personen) ist ausgeglichen. Zu Sorgen Anlass gibt dem Kirchenrat der Voranschlag der Rechnung 2 (Kantonsbeitrag). Bei einem Subventionierungssatz von 46 Prozent an die Gemeindepfarrstellen resultiert ein Fehlbetrag von rund 450‘000 Franken. Der Kirchenrat beantragt der Synode, dieses strukturelle Defizit mit geeigneten Massnahmen in den nächsten Jahren zu beheben.
Rechnung 1) Verwaltungsrechnung: Gesamtaufwand und Gesamtertrag halten sich die Waage. Bei einem rechnerischen Defizit von rund 3‘000 Franken kann der Voranschlag der Rechnung 1 als ausgeglichen betrachtet werden.
Rechnung 2) Verwaltungsrechnung Kantonsbeitrag: Der Kantonsbeitrag ist direkt abhängig von der Mitgliederzahl der reformierten Baselbieter Kirche. Infolge des kontinuierlichen Rückgangs von ca. einem Prozent pro Jahr nimmt der Kantonsbeitrag ab. Mit diesem Beitrag werden zuerst die Lohnkosten der Pfarrstellen an den kantonalen Spitälern und der Gefängnisseelsorge bestritten. Der alsdann verbleibende Betrag wird zur Subventionierung der Gemeindepfarrstellen verwendet; er reicht bei weitem nicht mehr aus, die bisherige Subventionierung aufrecht zu erhalten. Der Kirchenrat beantragt der Synode deshalb, erste einschneidende Massnahmen zu beschliessen.
Rechnung 3) Steuern für juristische Personen: Für das kommende Jahr werden Einnahmen in der Höhe von 4,6 Mio. budgetiert. Der Kirchenrat sieht vor, eine Rückstellung von 300‘000 Franken für die Förderung der Zusammenarbeit unter Kirchgemeinden zu bilden und rechnet mit einem kleinen Einnahmenüberschuss von 1‘358 Franken.
Der Kirchenrat beantragt der Synode vom 15./16. November in Liestal sämtliche Voranschläge 2012 gutzuheissen.
19.10.2011
