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2.7 (142.71) Verordnung über die Spitalseelsorge der Landeskirchen |
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GS 30.675
Der Regierungsrat, gestützt auf § 15 Absatz 1 des Spitalgesetzes vom 24. Juni 19761), beschliesst:
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§1
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Bereich der Spitalseelsorge
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1
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Die Spitalseelsorge der Landeskirchen umfasst die Seelsorge unter den Patientinnen und Patienten der kantonalen Krankenhäuser (Kantonsspital Liestal, Kantonsspital Bruderholz, Kantonale Psychiatrische Klinik, Martin-Birmann-Spital) und unter den Bewohnerinnen und Bewohnern des kantonalen Altersheims sowie am Personal dieser Institutionen.
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2
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Als seelsorgerliche Tätigkeit wird auch die Mitwirkung der Spitalpfarrerinnen und -pfarrer an der Aus- und Weiterbildung des Personals anerkannt.
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§ 2
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Zuständigkeit der Landeskirchen
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1
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Die Landeskirchen sind zuständig für:
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a) Die nähere Umschreibung des Seelsorgeauftrages;
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b) die Bestimmung der Zahl der Seelsorgstellen und die Zuteilung der Arbeitsbereiche an die einzelnen Stellen nach Anhörung der Leitung der betreffenden Krankenhäuser.
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2
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Wahl und Besoldung der Spitalpfarrerinnen und -pfarrer sind Sache der Landeskirchen. Vor der Wahl der Spitalpfarrerinnen und -pfarrer sind die zuständige Spitalleitung und die Finanz- und Kirchendirektion anzuhören.
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3
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Das Arbeitsverhältnis der Spitalseelsorger und -seelsorgerinnen richtet sich nach den Bestimmungen ihrer Landeskirche.
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§ 3
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Freie Ausübung der Seelsorgetätigkeit
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1
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Die freie Ausübung der Seelsorge durch die von den Landeskirchen ernannten Spitalpfarrerinnen und -pfarrer im Bereich der kantonalen Krankenhäuser gemäss § 1 wird garantiert.
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2
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Die kantonalen Krankenhäuser stellen den Spitalpfarrerinnen und -pfarrern die für den seelsorgerlichen Dienst notwendigen Informationen zur Verfügung.
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1) GS 26.187
47-1.1.1992
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§ 4
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Gemeindeseelsorgerinnen und -seelsorger
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Gemeindeseelsorgerinnen und ‑seelsorgern ist die Betreuung ihrer Gemeindeglieder erlaubt. Helfer und Helferinnen sollen sich über ihre Beauftragung durch ihr Pfarramt ausweisen können.
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§ 5
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Infrastruktur der Spitalseelsorge
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1
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Der Kanton stellt den Spitalpfarrämtern der Landeskirchen die notwendigen Büroräumlichkeiten und -einrichtungen zur Verfügung.
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2
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Die Kosten der Benützung des Bürotelefons und der vom Büro aus geführten Korrespondenz trägt der Kanton.
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§ 6
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Gottesdiensträumlichkeiten
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Der Kanton stellt den Spitalpfarrämtern die notwendigen, geeigneten Räumlichkeiten zur Durchführung von Gottesdiensten und andern seelsorgerlichen Anlässen zur Verfügung und übernimmt alle damit verbundenen Aufwendungen.
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§ 7
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Organisten- und Sigristendienst
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1
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Die Spitalpfarrämter organisieren den Organisten- und Sigristendienst in den Spitalgottesdiensten.
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2
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Die Besoldung der Organisten erfolgt nach den Bestimmungen der Verordnung über die kantonalen Nebenämter1).
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§ 8
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Einladung zu den Gottesdiensten, Freiwilligendienst
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1
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Die Einladung an Patientinnen und Patienten beziehungsweise Bewohnerinnen und Bewohner obliegt den Spitalpfarrämtern.
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2
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Die Spitalpfarrämter sind dafür besorgt, dass das Personal der Krankenhäuser von dem für den Besuch gottesdienstlicher Anlässe erforderlichen Betten- und Rollstuhltransport durch freiwillige Helferinnen und Helfer entlastet wird.
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§ 9
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Weihnachts- und andere Krankenhausfeiern
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Die Spitalpfarrämter wirken bei der Durchführung von Weihnachtsfeiern in den kantonalen Krankenhäusern sowie im kantonalen Altersheim mit und helfen auf Wunsch bei andern Feiern mit.
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§ 10
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Schlussbestimmungen
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1
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Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 1991 in Kraft.
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2
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Die Dienstordnung vom 18. September 19732) über die Seelsorge an den kantonalen Anstalten wird aufgehoben.
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1) GS 30.620, SGS154.11 2) GS 25.256
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